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- Verbesserung der Aufmerksamkeitssteuerung
- Training von Feinmotorik und Wahrnehmung
- Gruppensetting für Interaktion
- Fünf Schritte der Selbstinstruktion
- Positive Evaluationsforschungsergebnisse
marburger konzentrationstraining übungen download – Option 2
- Positive Verstärkung durch Lob
- Strukturierte Lernschritte
- Selbstinstruktionstechniken
- Konzentrationsfördernde Übungen
- Einbeziehung der Eltern
- Spielerische Vorbereitung auf die Schule
- Kleine Gruppengröße für individuelle Betreuung
- Motivierende Materialien
- Klare Regeln und Strukturen
- Erfolgserlebnisse für Kinder
Kämpfen Sie mit der Konzentration Ihres Kindes? Das Marburger Konzentrationstraining bietet effektive Übungen, um die Aufmerksamkeit und Selbstregulation zu fördern. In diesem Artikel erfahren Sie, wie das Training speziell auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen zugeschnitten ist, welche Ziele es verfolgt und welche Methoden angewendet werden. Entdecken Sie, wie es nicht nur die Konzentration verbessert, sondern auch die Motivation und Selbstständigkeit Ihrer Kinder steigert.
Einführung in das Marburger Konzentrationstraining
Das Marburger Konzentrationstraining ist ein strukturiertes Programm, das darauf abzielt, die Konzentrationsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen zu verbessern, insbesondere bei Aufmerksamkeitsdefiziten und Konzentrationsschwierigkeiten. Seit seiner Entwicklung im Jahr 1992 hat es sich als anerkannte Methode zur Unterstützung junger Menschen etabliert.
Programmstruktur
Das Programm richtet sich an Kinder und Jugendliche und basiert auf zwei bewährten Ansätzen zur Steigerung der Aufmerksamkeit. Eine zentrale Komponente bildet das Selbstinstruktionstraining, das in fünf Phasen gegliedert ist:
- Modelllernen: Die Trainerin oder der Trainer demonstriert eine Aufgabe und kommentiert diese laut.
- Anwendung: Die Teilnehmenden setzen die gelernten Strategien in verschiedenen Kontexten um.
- Förderung der Selbstständigkeit: Hierbei wird insbesondere auf die Stärkung der Eigenverantwortung der Teilnehmenden geachtet.
Das Training findet in homogenen Altersgruppen statt, um den sozialen Austausch und das gemeinsame Lernen zu fördern. Diese Gruppendynamik ermöglicht den Teilnehmenden, Erfahrungen und Strategien miteinander zu teilen.
Unterstützung und Selbstwert
Die Trainerinnen und Trainer begleiten die Teilnehmenden kontinuierlich, stärken individuelle Fähigkeiten und zielen darauf ab, ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln. Dies ist entscheidend, um schulische Herausforderungen besser zu bewältigen. Da ein niedriges Selbstwertgefühl häufig die Motivation und Leistungsfähigkeit beeinträchtigt, enthält das Programm gezielte Maßnahmen zur Stärkung des Selbstwerts.
Das Marburger Konzentrationstraining ist besonders bei Konzentrationsproblemen und ADHS von Relevanz und wird sowohl im häuslichen als auch im schulischen Umfeld angewendet, um eine umfassende Unterstützung zu gewährleisten.
Die Teilnahmegebühr betrug 40,00 Euro (Stand Juli 2011).
Ergänzende Techniken
Zusätzlich zum Selbstinstruktionstraining umfasst das Programm Entspannungsverfahren wie autogenes Training sowie Elemente der Verhaltensmodifikation. Diese Techniken tragen dazu bei, Emotionen zu regulieren und Stress abzubauen, was positiv auf die Konzentrationsfähigkeit wirkt.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem kognitiven Training, das Wahrnehmung, Gedächtnis, Planung und Problemlösung gezielt fördert. Durch spezielle Übungen lernen die Teilnehmenden, ihre kognitiven Prozesse besser zu verstehen und zu steuern.
Feedback und Reflexion
Regelmäßiges Feedback und Reflexion über den eigenen Lernprozess sind unverzichtbare Bestandteile. Sie ermöglichen es den Teilnehmenden, Fortschritte nachzuvollziehen und Stärken zu identifizieren.
Ziele des Trainings
Ein zentrales Ziel des Marburger Konzentrationstrainings ist die Übertragung der erlernten Fähigkeiten in den Alltag. Die Teilnehmenden werden ermutigt, die Strategien in verschiedenen Lebenssituationen anzuwenden, um nachhaltige Verbesserungen in ihrer Konzentration und ihrem Selbstbewusstsein zu erzielen.
Die Informationen basieren auf der 2. Auflage des Programms, die im Jahr veröffentlicht wurde. Die Autoren sind Dieter Krowatschek, Gita Krowatschek und Gordon Wingert. Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Homepage des Programms.

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Ziele und Inhalte des Trainings
Die Trainingssitzungen für Jugendliche umfassen insgesamt sechs Einheiten, die jeweils 75 Minuten dauern und einmal pro Woche stattfinden. So haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, das Erlernte kontinuierlich zu vertiefen und anzuwenden.
Darüber hinaus werden Beratungsgespräche für die Jugendlichen und ihre Eltern angeboten. Diese Gespräche finden stets im Beisein des betroffenen Jugendlichen statt, um eine offene und ehrliche Kommunikation zu ermöglichen.
Ziele des Programms
Die Ziele des Programms sind klar definiert: Wissenserwerb und das Training praktischer Fertigkeiten.
- Wissenserwerb: Verständnis grundlegender Konzepte zur Verbesserung der Konzentration und zur Stärkung des Selbstbewusstseins.
- Fertigkeitentraining: Praktische Anwendung dieser Konzepte in realen Situationen.
Diese Ziele führen zu einer nachhaltigen Verbesserung der individuellen Fähigkeiten.
Trainingsinhalte
Die Trainingsinhalte sind vielfältig und beinhalten speziell entwickelte Übungen zur steigenden Aufmerksamkeit. Diese Übungen werden in kleinen Gruppen von zwei bis drei Jugendlichen durchgeführt, was eine individuelle Betreuung und gezielte Förderung ermöglicht.
Im Gruppensetting erleben die Teilnehmenden soziale Interaktion, lernen voneinander und unterstützen sich gegenseitig. Dies ist besonders wichtig, da viele Jugendliche mit Konzentrationsproblemen und niedrigem Selbstbewusstsein kämpfen.
So entsteht ein unterstützendes Umfeld, in dem die Teilnehmenden ihre Ressourcen aktiv nutzen können.
Einige Übungen, wie Gruppenspiele oder Entspannungsübungen, sind so gestaltet, dass sie problemlos in den regulären Unterricht integriert werden können. Dadurch wird nicht nur die Integration der Teilnehmenden in die Klassengemeinschaft gefördert, sondern auch anderen Schülerinnen und Schülern ermöglicht, von den Methoden zu profitieren.
Alternative Trainingsformate
Statt der wöchentlichen Teilnahme besteht die Möglichkeit eines kompakten Ferientrainings. In diesem Format treffen sich die Jugendlichen täglich für 75 Minuten, um intensiv an ihren Fähigkeiten zu arbeiten.
Es gibt auch die Option, das Training im 1:1-Setting durchzuführen, was besonders für Teilnehmende sinnvoll ist, die eine individuellere Betreuung benötigen.
Trainingsmaterialien
Die Teilnehmenden erhalten eine Trainingsmappe mit einer Vielzahl von Übungen, die mehrfach wiederholt werden können, ohne dass es zu Wiederholungen der Aufgaben kommt. Die Lernziele sind im Manual konkret festgehalten.
Jede Trainingseinheit folgt einer festen Struktur, die Orientierung bietet und das Nachvollziehen des Fortschritts erleichtert.
Beratungsgespräche für Eltern
Auf Wunsch der Eltern werden ergänzende Beratungsgespräche vor und nach dem Training angeboten. Diese Gespräche ermöglichen es den Eltern, Fragen zu klären und Einblicke in den Fortschritt ihrer Kinder zu erhalten.
So entsteht eine enge Zusammenarbeit zwischen Trainern, Jugendlichen und Eltern, die für den langfristigen Erfolg des Programms entscheidend ist.
Evaluation der Wirksamkeit
Zusammenfassung der Evaluation
Eine formelle Evaluation liegt derzeit nicht vor. Das bedeutet, es existiert keine systematische, wissenschaftlich fundierte Untersuchung zur Wirksamkeit des Programms. Diese Abwesenheit schließt jedoch nicht aus, dass die Wirksamkeit festgestellt werden kann (siehe unten).
Evaluationsergebnis
Wirksamkeit bestätigt. Diese Bestätigung zeigt, dass die im Programm eingesetzten Methoden und Übungen positive Effekte aufweisen, auch wenn keine formale Evaluation stattgefunden hat. Sie beruht auf empirischen Beobachtungen von Fachkräften sowie auf Rückmeldungen der Teilnehmenden. Solche Rückmeldungen sind wertvoll, um die Effektivität zu beurteilen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.
Publikationen zur Evaluation
Es liegen keine Publikationen zur Evaluation vor.
Weitere Publikationen
Keine Angaben.
Train-the-Trainer
Anmerkungen zum gesamten Programm
Stand des Eintrags:
Das Programm umfasst zahlreiche dynamische Übungen, die verschiedene Fähigkeiten der Teilnehmenden fördern sollen. Ziel ist neben der Steigerung der Konzentration auch die Entwicklung sozialer Kompetenzen.
- Dynamische Übung: Diese Übungen dienen dem Beziehungsaufbau zwischen den Teilnehmenden und beinhalten das Einüben von Regeln und Strukturen, was für das soziale Lernen wichtig ist. Durch solche Aktivitäten entsteht ein geschützter Rahmen, in dem soziale Fähigkeiten erprobt werden können.
- Entspannung: Entspannungstechniken sind zentral, da Stress die Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigt. Die Integration von Entspannungsübungen verbessert die Konzentrationsleistung.
- Übungen zum Inneren Sprechen I: Diese Übungen fördern verbale Selbstinstruktion, bei der die Teilnehmenden lernen, sich selbst Anweisungen zu geben und Gedanken zu strukturieren. Das stärkt Selbstbewusstsein und Selbstregulation.
- Übungen zur Förderung der Wahrnehmung und Merkfähigkeit: Dazu gehören beispielsweise Kim-Spiele, die Gedächtnis und Wahrnehmung schulen. Solche Spiele sind unterhaltsam und effektiv zur Förderung kognitiver Fähigkeiten.
- Übungen zum Inneren Sprechen II: Diese Übungen vertiefen die Techniken der verbalen Selbstinstruktion.
- Freie Phase: In dieser Phase können Teilnehmende eigene Ideen und Strategien einbringen, was Kreativität und selbstgesteuertes Lernen fördert.
Didaktik und Methoden
Verwendete Methoden:
- Verhaltenstraining / Übung / Rollenspiel: Wichtig, um Verhalten in realistischen Szenarien zu üben und zu festigen.
- Kleingruppenarbeit: Fördert Austausch und Zusammenarbeit.
- Einzelarbeit: Ermöglicht individuelles Lernen und persönliche Reflexion.
Anmerkungen zu Methoden
Einschätzung des Strukturierungsgrads:
- Strukturierungsgrad Zeit: hoch
- Strukturierungsgrad Struktur: hoch
Die hohe Strukturierung sorgt dafür, dass alle Teilnehmenden klare Anweisungen und Ziele haben. Gleichzeitig sollte in der Durchführung genügend Flexibilität bestehen, um auf individuelle Bedürfnisse eingehen zu können.
Methodenbeschreibung
Die Methode der verbalisierten Selbstinstruktion sowie Methoden zum Training von Textverständnis, Denkstrategien und Merkfähigkeit sind essenziell für die Entwicklung kognitiver Fähigkeiten, die für Lernen und persönliche Entwicklung von Bedeutung sind.
Einbezug von Selbsthilfeorganisationen
k. A.
Anmerkungen zu externen Ressourcen
Einzelne Übungen können im Schulunterricht, in der Ergotherapie sowie in Einzel- oder Gruppentherapien angewendet werden. Dies unterstreicht die Vielseitigkeit und Anwendbarkeit des Programms in unterschiedlichen Bildungskontexten.
Materialien (Auswahl für spezielle Übungen)
- Luftballonstechen: Luftballons, Styropor-Ei, Stecknadeln, Kreppband
- Zeitungsabschlagen: Zeitung, Tesa oder Bindfaden
- Schrubber-Hockey: Schrubber-Stöcke, Putzlappen
- Eierauffangmaschine: Plakat- oder Fotokarton, Scheren, Tacker, rohes Ei
Kontraindikationen (Gegenanzeigen)
Keine Angaben.
Selbstregulation und Selbststeuerung im Training
Selbstregulation ist ein fundamentaler Bestandteil des MKT (MKT). Hierbei lernen die Teilnehmenden, ihre Aufmerksamkeit gezielt zu steuern und ablenkende Reize zu minimieren. Die im Training vermittelten Strategien zur Selbstkontrolle und Selbststeuerung sollen den Kindern helfen, ihre Aufmerksamkeit eigenständig zu regulieren.
Dies erfolgt durch strukturierte Übungen, die den Teilnehmenden ein planvolles, systematisches und effektives Vorgehen bei Aufgaben vermitteln.
Ziele des Trainings
Ein wichtiges Ziel des Trainings ist es, den Kindern einen konstruktiven Umgang mit Fehlern nahezubringen. Anstatt sich von Misserfolgen entmutigen zu lassen, sollen sie Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten entwickeln und aus ihren Erfahrungen lernen.
Diese Kompetenz ist sowohl für den schulischen Erfolg als auch für die persönliche Entwicklung und das soziale Miteinander von Bedeutung.
Eltern-Kind-Interaktion
Die Eltern-Kind-Interaktion wird gezielt einbezogen. Eine positive Beziehung zwischen Eltern und Kindern fördert die Selbstständigkeit der Teilnehmenden.
- Gezielte Unterstützung und Rückmeldungen von Eltern
- Förderung der Selbststeuerung
- Steigerung der Leistungsbereitschaft
Durch diese Maßnahmen können die im Training erlernten Fähigkeiten im Alltag angewendet werden, was die Motivation der Kinder steigert, ihre Ziele aktiv zu verfolgen.
Förderung eines planvollen Arbeitsstils
Ein weiteres Element des Trainingsprogramms ist die Förderung eines planvollen Arbeitsstils anstelle impulsiven Handelns. Verbale selbstinstruktive Techniken unterstützen die Kinder dabei, ihr Verhalten zu planen und zu steuern.
Techniken zur Verhaltensregulation
Die Kinder lernen, Alltagssituationen zu erkennen, Anforderungen an sich selbst zu formulieren und so ihre Arbeitsorganisation zu verbessern. Für trödelnde Kinder bedeutet dies, ein Arbeitsschema zu erlernen, mit dem sie effizienter arbeiten und ihre Leistungsbereitschaft steigern können.
Einfluss auf das Sozialverhalten
Die Stärkung der Selbststeuerung wirkt sich positiv auf das Sozialverhalten aus. Weniger impulsive Reaktionen führen zu einem harmonischeren Miteinander.
Kinder, die ihre Emotionen und Impulse besser kontrollieren können, zeigen häufig verbessert sozialverhalten und gehen konstruktiver mit Konflikten um.
Herausforderungen im Training
Bei der Durchführung des Trainings können Herausforderungen auftreten: Einige Kinder könnten sich zu sehr auf die Struktur und Unterstützung des MKT verlassen und Schwierigkeiten haben, die Fertigkeiten eigenständig im Alltag anzuwenden.
- Überforderung in Situationen ohne Unterstützung
- Widerstand gegen das Training
- Negative Einstellungen gegenüber dem Lernen
Ohne kontinuierliche Übung und Anwendung besteht das Risiko, dass erzielte Fortschritte verloren gehen. In Einzelfällen kann eine starke Fokussierung auf das MKT sogar soziale Interaktionen vernachlässigen und zu Isolation führen.
Methoden des Marburger Konzentrationstrainings
Das Marburger Konzentrationstraining (MKT) beinhaltet verschiedene Methoden zur Förderung und Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit von Kindern. Diese Methoden sind in aufeinander aufbauende Phasen gegliedert, die den Kindern helfen, Selbstinstruktionen zu entwickeln, die sie in verschiedenen Situationen anwenden können.
Fremdsteuerung
Die Fremdsteuerung ist der erste Schritt im MKT. Hierbei führt das Kind eine Aufgabe aus, während der Therapeut laut Anweisungen gibt. Dadurch kann sich das Kind auf die Ausführung konzentrieren und gleichzeitig das Folgen von Anleitungen üben.
Im Anschluss bearbeiten Therapeut und Kind die Aufgabe gemeinsam. Diese Phase ist entscheidend, um ein Gefühl für die Struktur der Aufgaben und deren Anforderungen zu entwickeln.
Modelllernen
Eine zentrale Methode des MKT ist das Modelllernen. Ein Trainer zeigt, wie der Schüler zu einer Übung spricht und diese ausführt, wobei der Trainer als Vorbild fungiert und die Kinder durch Nachahmung lernen.
Die Fremdsteuerung findet hier statt, indem der Trainer die Instruktion zur Übung vorsagt, während das Kind die Übung durchführt. Dadurch fördert das Modelllernen nicht nur die Konzentration, sondern auch das Verständnis für die Aufgabenstellung und die korrekte Ausführung.
Lautes Denken
In der Phase des lauten Denkens führt das Kind die Aufgabe erneut selbst durch und spricht dabei die eigenen Instruktionen laut aus. Zu Beginn ist eine Unterstützung durch den Therapeuten notwendig, damit das Kind die richtigen Schritte verbalisiert.
Das laute Denken unterstützt die Strukturierung der Gedanken und das klare Formulieren der einzelnen Arbeitsschritte. Außerdem führen auch andere Kinder die Aufgaben aus, was ein Gemeinschaftsgefühl und gegenseitige Unterstützung erzeugt.
Der Therapeut lobt die Erfolge der Kinder, was positive Verstärkung bietet.
Leise Selbstinstruktion
Nach dem lauten Denken folgt die Phase der leisen Selbstinstruktion. Jetzt flüstern die Kinder die Anleitungen, während sie die Übung bearbeiten. Diese Methode fördert die Selbstständigkeit und die Entwicklung eines inneren Dialogs.
Nach dem Lösen der Aufgaben lobt sich jedes Kind selbst laut, was das Selbstbewusstsein stärkt und die Motivation erhöht.
Inneres Sprechen
Der letzte Schritt des Selbstinstruktionstrainings ist das innere Sprechen beziehungsweise die Selbstinstruktion. In dieser Phase denkt der Schüler an die Instruktionen, während er die Übung gleichzeitig durchführt.
Das Ziel dieser Phase ist, die Selbstinstruktion auf andere Tätigkeiten im Alltag zu übertragen, wie zum Beispiel bei den Hausaufgaben oder im Schulunterricht. Dadurch können die Kinder die erlernten Fähigkeiten in verschiedenen Kontexten anwenden und ihre Konzentration langfristig verbessern.
Das MKT ist besonders nützlich für Kindergarten- und Vorschulkinder, die Schwierigkeiten in Wahrnehmung, Sprache, Konzentration oder Motorik haben. Durch die verschiedenen Methoden erlernen die Kinder, ihre Aufmerksamkeit gezielt zu steuern und Aufgaben effektiver zu bewältigen.
Therapieansätze bei ADHS
Vor Beginn einer Therapie ist eine gründliche diagnostische Untersuchung erforderlich, um festzustellen, ob eine psychiatrische Störung wie ADHS (ADHS) oder ADS (ADS) vorliegt. Typische Merkmale von ADHS sind Schwierigkeiten, bei kognitiven Aufgaben längere Zeit durchzuhalten, sowie ein sprunghaftes, unruhiges Verhalten, das oft als hyperaktiv und desorganisiert wahrgenommen wird.
Neben Unaufmerksamkeit und Hyperaktivität ist Impulsivität ein weiteres charakteristisches Merkmal. Es ist wichtig zu wissen, dass Impulsivität und Hyperaktivität, insbesondere bei Mädchen und Frauen, oft weniger auffällig sind, weshalb häufig eine reines Aufmerksamkeitsstörung (ADS) diagnostiziert wird. Die Symptome müssen erstmals vor dem auftreten, um eine Diagnose zu stellen.
Zusammenhang mit anderen Störungen
ADHS-Symptome treten häufig in Kombination mit anderen psychischen Störungen auf, wie beispielsweise einer Störung des Sozialverhaltens. Solche kombinierten Störungsbilder erfordern eine sorgfältige therapeutische Planung:
- Festlegung einer Rangfolge der Maßnahmen
- Entscheidung, welche Interventionen zuerst erfolgen sollen
- Planung weiterer therapeutischer Schritte
Eine gezielte Behandlung der Konzentrationsstörung, etwa durch das Marburger Konzentrationstraining, kann helfen, andere Probleme besser für eine kognitive Verhaltenstherapie oder weitere therapeutische Schritte zugänglich zu machen.
Überprüfung des Therapieerfolgs
Der Erfolg einer Therapie wird durch verschiedene Instrumente überprüft. Fragebögen und psychologische Tests bieten eine relativ objektive Einschätzung der Symptomatik und ermöglichen es, Fortschritte zu dokumentieren und die Behandlung bei Bedarf anzupassen.
Falls die Beschwerden trotz Therapie weiterhin bestehen oder kombinierte Störungsbilder vorliegen, kann eine ergänzende pharmakologische Behandlung in Betracht gezogen werden. Für ADHS sind verschiedene Arzneimittel zugelassen, deren Einsatz individuell entschieden werden muss. Der behandelnde Arzt berücksichtigt die spezifischen Bedürfnisse und Reaktionen des Patienten, um die passende Medikation zu finden.
Kognitive Verhaltenstherapie und weitere Methoden
Die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) spielt eine zentrale Rolle in der Behandlung von ADHS und ADS und wird häufig mit weiteren Methoden kombiniert. Dazu gehören:
- Heilpädagogische Maßnahmen
- Selbstinstruktionstraining
- Elterntraining
- Konditionierungsprogramme
Letztere beruhen auf dem Prinzip, erwünschtes Verhalten sofort zu belohnen, um Motivation und positives Verhalten – insbesondere bei Kindern – zu fördern. Diese multimodale Herangehensweise ist wichtig, da sie verschiedene Entwicklungs- und Verhaltensaspekte gleichzeitig anspricht.
Anpassung der Therapie
Für die genannten Therapiemethoden bestehen keine absoluten Kontraindikationen. Dennoch muss die Behandlung an das Intelligenzniveau des Kindes angepasst werden:
Wichtige Hinweise zur Anpassung
Bei geistiger Behinderung sind kognitive Methoden oft nur bedingt wirksam. In solchen Fällen gewinnen praktische Übungen, Elterntraining und Ergotherapie an Bedeutung, um den individuellen Bedürfnissen des Kindes gerecht zu werden und eine effektive Unterstützung zu gewährleisten.
Motivation und Selbstständigkeit der Jugendlichen
Das Marburger Konzentrationstraining (MKT) wird in Einzel- oder Kleingruppentherapien für Kinder und Jugendliche angeboten. Ziel des MKT ist es, die Aufmerksamkeitssteuerung zu trainieren und die Selbstständigkeit der Teilnehmenden zu fördern. Besonders relevant ist diese Therapieform für Jugendliche der 7. bis 10. Klasse, die häufig ungünstiges Arbeitsverhalten, Konzentrationsprobleme und mangelnde Motivation aufweisen.
Das MKT vermittelt nicht nur kurzfristige Hilfen, sondern auch langfristige Fähigkeiten zur Selbstregulation und zur Stärkung der Lernmotivation.
Programmstruktur des Marburger Konzentrationstrainings für Jugendliche (MKT-J)
Das Programm konzentriert sich auf die Förderung der Selbststeuerung und ist in fünf aufeinander aufbauende Schritte gegliedert:
- Modellernen: Zu Beginn beobachten die Jugendlichen, wie andere — meist Therapeutinnen, Therapeuten oder Lehrkräfte — Verhaltensweisen und Techniken zur Aufmerksamkeitssteuerung anwenden. Durch das Beobachten lernen sie, welche Strategien wirksam sind und wie sie diese auf ihre eigene Situation übertragen können.
- Fremdsteuerung: Im nächsten Schritt erhalten die Jugendlichen aktive Unterstützung von den Fachkräften. Diese helfen den Jugendlichen, die erlernten Techniken in der Praxis umzusetzen und passen die Anleitung an ihre individuellen Bedürfnisse an.
- Lautes Denken: In dieser Phase üben die Jugendlichen, ihre Gedanken laut zu äußern. Das laute Denken fördert die Selbstreflexion und macht Denkprozesse sichtbar, wodurch sie besser gesteuert werden können.
- Leise Selbstinstruktion: Aufbauend auf dem lauten Denken wechseln die Jugendlichen zur leisen Selbstinstruktion, in der sie die Anweisungen intern formulieren. Diese Stufe erfordert Übung, da sie das gezielte Steuern des inneren Dialogs und die Selbstmotivation verlangt.
- Inneres Sprechen/Selbstinstruktion: Im letzten Schritt internalisieren die Jugendlichen die Techniken vollständig und können ihre Gedanken und Anweisungen autonom steuern, was ihre Selbstständigkeit stärkt.
Zielsetzungen des MKT
Die Zielsetzungen des MKT sind vielfältig. Ein zentrales Anliegen ist die Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit, sodass die Teilnehmenden ihre Aufmerksamkeit über längere Zeiträume halten und die Qualität ihre Konzentration steigern können.
Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Förderung der intrinsischen Motivation: Indem Freude am Lernen und an der Bewältigung von Aufgaben verstärkt wird, steigt die Motivation der Jugendlichen, was sich positiv auf ihre schulischen Leistungen auswirken kann.
Praktische Wirkungen des MKT
In der Praxis zeigen sich die Wirkungen des MKT deutlich. Teilnehmende berichten häufig von einer signifikanten Verbesserung ihrer Aufmerksamkeitsleistung, sie konzentrieren sich besser und bearbeiten Aufgaben zielgerichteter.
Um mögliche Komplikationen zu minimieren, sind eine sorgfältige Begleitung durch geschulte Fachkräfte und die Einbeziehung der Eltern entscheidend.
Häufig gestellte Fragen
Was beinhaltet das Marburger Konzentrationstraining?
Das Marburger Konzentrationstraining (MKT) kombiniert Selbstinstruktion mit Entspannungstechniken wie autogenem Training. Außerdem werden Methoden der Verhaltensmodifikation, einschließlich positiver Verstärkung, verwendet, um die Selbstwahrnehmung und Selbstkontrolle der Teilnehmenden zu verbessern.
Welche Übungen helfen, die Konzentration zu steigern?
Es gibt verschiedene effektive Übungen zur Förderung der Konzentration. Zu den fünf besten Konzentrationsübungen am Arbeitsplatz zählen: das rückwärts Erinnern, das Finden von Wörtern innerhalb eines Wortes, das rückwärts Schreiben, das Berechnen der Quersumme und die Massage als Über-Kreuz-Übung. Diese Aktivitäten helfen, die geistige Klarheit und den Fokus zu steigern.
Wer profitiert vom Marburger Konzentrationstraining?
Das Marburger Konzentrationstraining ist besonders geeignet für Kinder, die Schwierigkeiten mit der Konzentration haben und sich leicht ablenken lassen. Auch Kinder, die am Selbstvertrauen arbeiten müssen oder die noch nicht in der Lage sind, selbstständig zu lernen, finden im MKT wertvolle Unterstützung.
Für welches Alter ist das Marburger Konzentrationstraining empfohlen?
Das Marburger Konzentrationstraining (MKT) ist speziell für Kindergarten- und Vorschulkinder konzipiert. Es wird empfohlen, wenn Anzeichen von Aufmerksamkeitsstörungen oder Verhaltensproblemen frühzeitig erkennbar sind. Dies ermöglicht eine rechtzeitige Intervention zur Unterstützung der Entwicklung der Kinder.
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